Das Museum Frieder Burda. Um die Sammlung zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde 1998 – nachdem Bemühungen, diese im südfranzösischen Mougins zu etablieren, aufgegeben wurden – die Stiftung Frieder Burda gegründet. Sie legte den Grundstock für den vom amerikanischen Star-Architekten Richard Meier entworfenen Museumsbau, ein strahlend weißer Solitär in der historischen Lichtentaler Allee, heute vielmals als das „Juwel im Park“ bezeichnet. Das Museum Frieder Burda präsentiert seit 2004 hochkarätige Wechselausstellungen mit internationalen Leihgaben. Der Entwurf sah ein neues Museum für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts vor, das sich in die einzigartige Parklandschaft an der Lichtentaler Allee einfügen und gleichzeitig in seinen Proportionen mit der angrenzenden Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden harmonieren sollte. Große Anstrengungen wurden unternommen, um möglichst viele Bäume auf dem Areal zu erhalten, damit sich das Museum Frieder Burda wie selbstverständlich in die umliegende Natur eingliedern konnte. Form, Linienführung und Abmessungen des neuen Gebäudes korrespondieren in ihrer Gesamtheit mit den Geschosshöhen und dem Giebel der neoklassizistischen Kunsthalle, wobei beide Institutionen ihre eigene architektonische Identität behalten.
Die Ausstellung „Wettstreit mit der Wirklichkeit – 60 Jahre Fotorealismus“. Seit der Antike gehört die möglichst detailgetreue Wiedergabe der Natur zu den zentralen Anliegen der Malerei. In der Kunst des 20. Jahrhunderts gibt es keine Bewegung, die diesen Wettstreit mit der Wirklichkeit so programmatisch verfolgt hat wie der amerikanische Fotorealismus. Als Reaktion auf den Abstrakten Expressionismus wandten sich Künstlerinnen und Künstler wie Richard Estes, Audrey Flack, Ralph Goings und Ron Kleemann einer gegenständlichen Malerei zu, die in ihrer Präzision und Bildgewalt mit dem Medium der Fotografie konkurrieren sollte. Banale Motive aus dem amerikanischen Alltagsleben wurden zu Markenzeichen dieser hoch ambitionierten Maler, die die Macht der Bilder nicht im Sujet selbst, sondern in dessen verblüffend illusionistischer Wiedergabe verorteten.
Anhand von über 90 ausgewählten Meisterwerken beleuchtet die Ausstellung die Entwicklung der auch als Hyperrealismus bekannten Kunstströmung von den 1960er Jahren bis heute. Zu den zahlreichen internationalen Leihgebern gehören u. a. das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid sowie das Whitney Museum of American Art in New York.
Gezeigt werden Arbeiten von mehr als 30 Künstlerinnen und Künstlern, darunter Werke von John Baeder, Robert Bechtle, Charles Bell, Roberto Bernardi, Tom Blackwell, Robert Cottingham, Don Eddy, Richard Estes, Audrey Flack, Ben Johnson, Ralph Goings, Richard McLean, Malcolm Morley, Ron Kleemann, Karin Kneffel, Gerhard Richter, Raphaella Spence, und Craig Wylie.
Der Kunstverein Singen e.V. hat für die Kunstausfahrt einen Reisebus organisiert. Abfahrt ist um 9 Uhr am Rathaus in Singen. Die Rückkehr in Singen ist um ca. 18 Uhr. Alle weiteren Details zu Programm, Fahrt, Kosten und Anmeldung für Mitglieder und Nichtmitglieder erfahren Sie direkt auf der Geschäftsstelle des Kunstvereins Singen e.V. unter Telefon 07731-85 125 oder per E-Mail kontakt@kunstverein-singen@singen.de.

